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Harry-Potter-Gottesdienst ein großer Erfolg

Mit Videos und Bildergalerie

Riesig war das Interesse am ersten Harry-Potter-Gottesdienst in Ludwigshafen am 8. März: Die Melanchthonkirche war voll, die Sitzplätze reichten nicht. Mehrere Kamera-Teams und andere Medien berichteten über das Ereignis.

Die Melanchthonkirche hatte sich verwandelt und wirkte wie ein Schauplatz aus der Harry-Potter-Welt. Die Fans der Geschichten und Filme erkannten viele Dinge wieder: den sprechenden Hut, schwebende Kerzen und fliegende Schlüssel, Fläschchen mit Zaubertränken, die neueste Ausgabe des "Daily Prophet". Aus Kartons hatte das Organisations-Team einen lila "Knight Bus" gezaubert. Wegweiser zeigten die Richtung zur "Heulenden Hütte" oder zum "Fuchsbau". Der Altar war mit den Bannern der vier Hogwarts-Häuser geschmückt, auf ihm saß Harry Potters Eule Hedwig. Weitere Eulen "schwirrten" in der Kirche herum. Auch Zauberstäbe waren ausgestellt. Diese handlichen Utensilien hatten auch viele Kinder in der Hand, denn sie waren als Zauberer und Hexen in den Gottesdienst gekommen.

Gemeinsame Themen, gemeinsame Symbole

Der Harry-Potter-Gottesdienst enthielt alle Elemente eines "normalen" Gottesdienstes: Gebete und Lesungen, Predigt, Fürbitten und Segen. Aber er machte deutlich, dass die Autorin Joanne K. Rowling religiöse Symbolik in ihre Geschichte um den Zauberschüler aufgenommen hat. Sie stellte die Themen Liebe, Freundschaft, Schutz, Opfer und Vergebung in den Mittelpunkt – wie es auch die Bibel tut.

Den Gottesdienst gestalteten Dekan Paul Metzger, seine Frau Ute, Pfarrerin in Bockenheim (Kreis Bad Dürkheim), die mit ihrem jungen Team nach Ludwigshafen gekommen war. Ute Metzger hatte die Idee zu diesem Ereignis und hatte den ersten Harry-Potter-Gottesdienst im Januar in ihrer Gemeinde gefeiert. Junge Leute erarbeiteten gemeinsam mit ihr den Inhalt, sorgten für die Deko und wirkten beim Gottesdienst selbst mit - auch in Ludwigshafen. Insbesondere die Schwestern Hanna, Leoni und Nele Meisinger-Bechtel sind große Harry-Potter-Fans und übernahmen die Lesung. Vivien Janson, Katharina Teschke, Maurice Weinberg sowie Timo Benß an der Orgel ließen Melodien aus den Harry-Potter-Filmen erklingen.

Keine Zauberei, sondern Neugierde wecken

Dekan Metzger weist den Vorwurf zurück, dass sich die Kirche in diesem Gottesdienst der Zauberei widme. "Zauberei gibt es nicht, wir leben heute in einem aufgeklärten Zeitalter", stellt er klar. Ein Harry-Potter-Gottesdienst mache neugierig und erreiche Menschen, die sonst nicht in die Kirche kommen. Und es muss ja nicht beim magischen Gottesdienst um den Zauberschüler bleiben: Ute und Paul Metzger haben noch mehr Ideen, wie sie moderne Themen und Gottesdienste verbinden können. yvw, alle Fotos: Prot. Dekanat LU/Nguyen

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alle Fotos: Prot. Dekanat LU/Nguyen