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Zwischen Barock, Romantik und Improvisation

Johannes Kraft nimmt am 22. Mai am Spieltisch der Ott-Orgel Platz. Foto: Prot. Dekanat LU/Wagner

Ein abwechslungsreiches und zugleich anspruchsvolles Programm präsentiert der Organist Johannes Kraft am Freitag, 22. Mai, in der Reihe "Orgelmusik in Lukas".

Das Konzert in der Lukaskirche umfasst drei Klangwelten: die kraftvolle Musik von Johann Sebastian Bach, die gefühlvolle Romantik von Felix Mendelssohn Bartholdy und die spontane Kreativität des jungen Organisten Johannes Kraft. Die künstlerische Leitung übernimmt Bezirkskantor Tobias Martin.

Bachs Werke bilden das Fundament des Abends. Seine Präludien und Fugen in G-Dur und D-Dur zeigen die ganze Wucht und Präzision barocker Orgelkunst. Mit der Orgelbearbeitung des bekannten Chorals "Jesus bleibet meine Freude" kommt eine ruhigere, tröstliche Seite hinzu.

Einen zweiten Schwerpunkt bilden Mendelssohns Orgelsonaten. Die ausgewählten Sätze zeichnen ein breites Bild seines Stils: mal ruhig und nachdenklich, mal bewegt und festlich. Sie zeigen, wie Mendelssohn die Orgelmusik des 19. Jahrhunderts neu belebt hat – mit viel Gefühl und einer großen Nähe zum Glauben.

Zwischen diesen klassischen Werken setzt Johannes Kraft eigene Akzente auf der Ott-Orgel. Mit Variationen über den Choral "Schönster Herr Jesu" und weiteren Improvisationen bringt er frische, moderne Klänge ein.

Johannes Kraft wurde 1994 in Freiburg geboren und absolvierte bereits als Jugendlicher eine kirchenmusikalische Ausbildung. Es folgten Studien in Freiburg und Heidelberg, wo er sich intensiv mit Orgelspiel, Chorleitung und Improvisation beschäftigte. Heute setzt er seine Ausbildung in einem künstlerischen Aufbaustudium fort und gilt als vielseitiger Musiker mit einem besonderen Gespür für Klangfarben und spontane musikalische Ideen.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. red