Kirchenbezirk bekommt Regio-Team
Die Pfarrerinnen und Pfarrer in den Kirchengemeinden in Ludwigshafen und Altrip arbeiten künftig noch enger zusammen. Dekan Paul Metzger stellte am 14. März der Bezirkssynode das Konzept des Regio-Teams vor.
Der Dekan machte deutlich, warum die Arbeit des Pfarr-Teams anders strukturiert werden muss: Aktuell sind fünf Pfarrstellen in Kirchengemeinden unbesetzt, Pfarrerinnen und Pfarrer aus den Nachbargemeinden springen ein. Was als vorübergehende Lösung gedacht war, entwickelt sich laut Metzger zum Dauerzustand. Das belaste die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Kirchengemeinden. Es gebe keine Aussichten auf mehr geistliches Personal, da kaum Nachwuchs vorhanden sei. "Das bisherige System kollabiert vor unseren Augen. Wir stehen unter enormem Druck, uns zu verändern", erklärte Paul Metzger.
Andere Berufsgruppen sollen Geistliche entlasten
In einem Regio-Team können sich dem Dekan zufolge die Pfarrerinnen und Pfarrer einfacher gegenseitig vertreten. Dem Team sollen außerdem nicht nur Geistliche, sondern unter anderem eine Geschäftsführung, Fachleute für Gebäude und Verwaltung, Pädagoginnen und Pädagogen angehören. Alle sollen nach ihren Fähigkeiten und nach beruflicher Ausbildung Aufgaben übernehmen. Dabei werden Pfarrerinnen und Pfarrer nicht mehr wie bisher für alles verantwortlich sein, sodass sie mehr Zeit für Seelsorge haben.
"Das Regio-Team ist ein Netz, dass sich über eine Region legt und mit dem versorgt, was dort gebraucht wird", sagte Dekan Metzger. Er gab aber zu bedenken, dass nicht mehr alles möglich sein wird. "Ein Team mit fünf Personen kann nicht die Arbeit übernehmen, die bislang zehn Menschen erledigt haben." Um das abzumildern, soll das Regio-Team mehr Ehrenamtliche gewinnen und begleiten.
Gesicht vor Ort bleibt
Dem Dekan ist wichtig, dass die Kirche in den Stadtteilen sichtbar und erreichbar bleibt – durch die Gemeindebüros und eine Pfarrerin oder einen Pfarrer, die oder der Bezugsperson ist. "Die Kirche braucht Menschen vor Ort, die Anlaufstellen sind", betonte er.
Der Pfarrkonvent – die Versammlung der Pfarrerinnen und Pfarrer in den Kirchengemeinden sowie der Diakoninnen und Diakone im Kirchenbezirk – hatte bereits einstimmig entschieden, die Arbeit als Regio-Team zu testen. yvw

