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Abschied von langjährigem Mitglied, Zuwachs in Koordination

Constanze Bruhn und Dirk Garbe (Erste und Zweiter von links stehend) rücken dauerhaft ins Koordinationsteam, Reinhard Herzog (an der Fahrertür) verabschiedet sich aus dem aktiven Dienst. Foto: Stadt Ludwigshafen/Hartmann

Die kirchliche Notfallseelsorge für Ludwigshafen und den Rhein-Pfalz-Kreis nimmt wichtige personelle Veränderungen vor. In einem Gottesdienst wird das langjährige Mitglied Reinhard Herzog aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Gleichzeitig werden Constanze Bruhn und Dirk Garbe offiziell in das Koordinationsteam eingeführt. Der Gottesdienst findet am Donnerstag, 26. März, 18 Uhr, im Protestantischen Gemeindezentrum in Ludwigshafen-Gartenstadt statt (Kärntner Straße 23).

In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen gestiegen, die Zahl von Einsätzen hat zugenommen, das Notfallseelsorge-Team ist gewachsen. Aus diesen Gründen unterstützen Constanze Bruhn und Dirk Garbe künftig den Koordinator Markus Spreckelsen, der protestantischer Pfarrer in Ludwigshafen-Gartenstadt ist. Die Koordinatoren erfüllen organisatorische Aufgaben und sorgen für die Rahmenbedingungen, unter denen das Team arbeitet. Bei größeren Einsatzlagen verbinden sie die Notfallseelsorge und den Leitungsstab.

Constanze Bruhn war bislang kommissarisch stellvertretende Koordinatorin. Dirk Garbe ist wie sie seit vielen Jahren in der Notfallseelsorge aktiv. Beruflich ist er bei einer Werksfeuerwehr in Darmstadt tätig sowie als Rettungsassistent in Ludwigshafen.

Abschied vom aktiven Dienst

Im Gottesdienst verabschiedet das Team eines seiner dienstältesten Mitglieder, Reinhard Herzog. Er hat die Notfallseelsorge durch sein Engagement und seine zahlreichen Kontakte in der Stadt maßgeblich gestärkt. Zudem war Herzog die treibende Kraft, die die Notfallseelsorge nach der Brandkatastrophe 2009 neu strukturierte. Damals waren bei einem Feuer in einem Wohnhaus neun Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Unglück konnten der kirchlichen Notfallseelsorge nicht nur Geistliche, sondern auch theologische Laien angehören. So wuchs das Team. 

Herzog verknüpfte die Notfallseelsorge enger mit der Stadt und der Feuerwehr. Zum Beispiel ist die Notfallseelsorge seit fünf Jahren in das Ludwigshafener Katastrophenschutzkonzept eingebunden. Er setzte sich auch dafür ein, dass die Notfallseelsorge ein Auto bekam, das die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) spendeten. Reinhard Herzog scheidet jetzt aus dem aktiven Dienst aus, stützt die Notfallseelsorge aber weiter durch organisatorische Tätigkeiten.

Beistand bei Notfällen, Unglücken und Krisen

Die Notfallseelsorge ist ein ehrenamtlicher Dienst der Kirchen sowie Teil der psychosozialen Notfallversorgung in Ludwigshafen und im Rhein-Pfalz-Kreis. Sie unterstützt Einsatzkräfte, indem sie in Notfällen, bei Krisen und Unglücken den Betroffenen beisteht. Notfallseelsorgende betreuen meist Menschen, deren Angehörige nach erfolgloser Reanimation oder durch einen Suizid verstorben sind. Eine häufige Aufgabe ist auch das Überbringen von Todesnachrichten gemeinsam mit der Polizei. Rettungsdienst, Feuerwehr oder die Polizei können die Notfallseelsorge anfordern.

Im Team für Ludwigshafen und den Rhein-Pfalz-Kreis engagieren sich ehrenamtlich 26 Frauen und Männer. 2025 übernahmen sie 167 Einsätze. Die Notfallseelsorge steht rund um die Uhr bereit. red/yvw

Info

Ökumenischer Gottesdienst mit Verabschiedung von Reinhard Herzog aus dem aktiven Dienst und Einführung von Constanze Bruhn und Dirk Garbe in das Koordinationsteam
Donnerstag, 26. März, 18 Uhr
Protestantisches Gemeindezentrum, Kärntner Straße 23, Ludwigshafen-Gartenstadt