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23 gute Ideen für morgen

Motiviert und gut gelaunt: 66 kirchlich Aktive entwarfen zukunftsgerichtete Ideen; im Vordergrund Pfarrerin Frauke Fischer und Dekan Paul Metzger. Foto: Frauke Fischer

Ein "Marktplatz der Ideen" hat Lust auf die Zukunft gemacht. Gesucht waren Vorhaben, die unkompliziert ausprobiert werden können.

Volles Haus in der Jugend- und Versöhnungskirche: 66 kirchlich Aktive dachten am 25. Januar darüber nach, wie die Kirche künftig für die Menschen da sein und Gesicht zeigen will. Gefragt waren Ideen für Projekte und Angebote, die schnell ausprobiert werden können und finanzierbar sind.

"Die Stimmung war realistisch und optimistisch", hat Dekan Paul Metzger beobachtet. "Alle Anwesenden waren sehr motiviert bei der Sache." In mehreren Runden wurden Ideen entworfen, diskutiert, verfeinert und ausgebaut.

Die Veranstaltung endete mit 23 greifbaren Vorschlägen. Dazu zählen eine "Church Tram", ein Kältebus für wohnungslose Menschen, Räume für obdachlose Frauen sowie Ganztagsbetreuung an Schulen. Angeregt wurde eine seelsorgliche Begleitung für Kinder und Jugendliche, die ein Familienmitglied verloren haben. Andere Teilnehmende machten sich Gedanken, wie Gottesdienste ansprechender gestaltet werden können. Ideen dazu lauteten: Gottesdienst mit Brunch zu verbinden, moderne Musik einzubinden oder einen Puzzle-Gottesdienst anzubieten.

Demnächst wird der Bezirkskirchenrat, das Leitungsgremium des Kirchenbezirks, die 23 Ideen sichten und entscheiden, welche er unterstützen möchte. Unabhängig davon gilt: "Jedes Vorhaben kann von den Ideengebern und Ideengeberinnen weiter verfolgt werden", betont Dekan Metzger. "Wir sind gespannt, wie sich die Ideen entwickeln."

Hintergrund

Die Kirche muss auf sinkende Mitgliederzahlen und damit auf weniger Kirchensteuereinnahmen reagieren. Sie muss darüber nachdenken, wie sie weiter tätig sein will – auch der Protestantische Kirchenbezirk Ludwigshafen. Vorschläge wurden auf dem "Marktplatz der Ideen" gesammelt. yvw