Einsatz gegen gravierende Einschnitte
Die Stadt Ludwigshafen muss sparen. Am 30. Januar hat Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck dem Stadtrat eine Liste mit Sparvorschläge vorgelegt. Der Protestantische Kirchenbezirk Ludwigshafen setzt sich gegen gravierende Einsparungen im sozialen und kulturellen Bereich ein.
Hauptamtliche Beschäftigte aus dem Kirchenbezirk sowie Gäste der Suppenküche und des Treffs Rohrlachstube demonstrierten vor der Stadtratssitzung, die im Pfalzbau stattfand. "Nein zu den Kürzungen!" oder "Kein Haushalt auf unsere Kosten" hatten sie auf Banner geschrieben. Pfarrer Florian Grieb von der Jona-Kirchengemeinde hatte die Demonstration angemeldet.
Zudem hat sich Dekan Paul Metzger mit einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und an Sozialdezernentin Beate Steeg gewandt. "Besonders besorgt sind wir über die Auswirkungen der Sparvorschläge im Bereich des ,Sleep Inn‘", machte er deutlich. Die städtische Einrichtung bietet in der Innenstadt Notübernachtungen für obdachlose Menschen. Dekan Metzger weiter: "Wir bitten Sie insbesondere hier zu überlegen, ob es Möglichkeiten gibt, solch dringend benötigte Angebote beizubehalten. Wir sehen hier keine Möglichkeit, den Wegfall eines solchen Angebots auszugleichen."
Ludwigshafen ist mit über 1,5 Milliarden Euro verschuldet. Der aktuelle Haushaltsentwurf weist einen Fehlbetrag von 98 Millionen Euro auf. Wegen dieser hohen Summe hat die Aufsichtsbehörde ADD den Entwurf nicht genehmigt. Nun hat die Stadt Sparvorschläge erarbeitet, mit der der Fehlbetrag auf unter 30 Millionen Euro verringert werden soll. yvw

