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Alltagsstütze für Familien

Ziehen im Projekt an einem Strang (von links nach rechts): Karin Heyl (Leiterin Gesellschaftliches Engagement, BASF), Projektleiterin Samira Fischer vom Diakonischen Werk Pfalz), Susann Schmidt (Jugendhilfeplanung und Familienbildung der Stadt Ludwigshafen), Hannele Jalonen (Integrationsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen), Petra Michel (Regionale Leitung Ost im Diakonisches Werk Pfalz) Osman Gürsoy (Ortsvorsteher Nördliche Innenstadt). Foto: DW/Martin

Ziehen im Projekt an einem Strang (von links nach rechts): Karin Heyl (Leiterin Gesellschaftliches Engagement, BASF), Projektleiterin Samira Fischer vom Diakonischen Werk Pfalz), Susann Schmidt (Jugendhilfeplanung und Familienbildung der Stadt Ludwigshafen), Hannele Jalonen (Integrationsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen), Petra Michel (Regionale Leitung Ost im Diakonisches Werk Pfalz) Osman Gürsoy (Ortsvorsteher Nördliche Innenstadt). Foto: DW/Martin

Wie funktioniert Deutschland? Wer neu in das Land kommt, weiß das nicht. Freiwillige können hier mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie helfen zum Beispiel Familien, die Hürden und Tücken im Alltag zu überwinden. Diesen ehrenamtlichen Einsatz stärken das Diakonische Werk Ludwigshafen und seine Partner mit einem neuen Projekt. Die Ziele sind vielfältig: gegenseitiges Verständnis schaffen sowie ein gutes Miteinander von Kulturen, Integration bewirken, Diskriminierung abbauen. Das Vorhaben erstreckt sich über die Ludwigshafener Stadtteile Hemshof und Nördliche Innenstadt.

Das Projekt mit dem Titel "Stadtteil-Eltern für Stadtteil-Familien" bringt unterschiedliche Menschen zusammen: Auf der einen Seite Mütter und Väter mit oder ohne ausländische Wurzeln und auf der anderen Seite zugewanderte Familien. Die Ehrenamtlichen helfen bei Fragen rund um Schule, weisen Wege durch den Behörden-Dschungel und geben ganz einfach praktische Tipps.

Ehrenamtliche werden qualifiziert

"Dieses Ehrenamt ist eine herausfordernde Aufgabe", weiß Projektleiterin Samira Fischer von Diakonischen Werk. "Stadtteil-Eltern für Stadtteil-Familien" will Ehrenamtliche gleichzeitig entlasten und stärken. Sie erhalten Fachwissen und erfahren emotionale Unterstützung. Die Freiwilligen lernen in Seminaren das Hilfe-System kennen. Zudem finden sie in einem Netzwerk von Fachleuten bei Fragen schnell Antworten. "Wir werden auch auf Themen reagieren, die die Ehrenamtlichen beschäftigen", erklärt Samira Fischer.

Im Moment sind sieben Ehrenamtliche in dem Projekt aktiv, die ebenso viele Familien betreuen. Darunter kümmert sich Christiane Dörsch um eine syrische Familie mit Kindern im Alter von 5, 10 und 15 Jahren. "Es gibt so viele Dinge, die zu regeln sind", berichtet sie über ihren Einsatz. Unter anderem begleitete sie die Eltern zur Beratung, damit deren ausländische Berufsabschlüsse in Deutschland anerkannt werden. Sie unterstützt bei der Suche nach einem Job, Kita-Platz und bei der Schulanmeldung, füllt mit der Familie Formulare aus.

Dieses Ehrenamt bedeutet aber nicht nur Arbeit - die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Gemeinsam unternehmen Christiane Dörsch und die Familie Ausflüge auf den Spielplatz und in den Tierpark. "Die Tätigkeit ist sehr interessant, total befriedigend, es kommt viel Herzlichkeit und Dankbarkeit zurück", sagt sie. Christiane Dörsch betreute die Familie schon vor dem Projektstart, freut sich aber jetzt auf die Rückendeckung. "Ich muss nicht mehr selbst Antworten auf Fragen suchen."

Weitere Ehrenamtliche gesucht

Wer im Projekt ehrenamtlich tätig werden will, sollte ein paar Stunden Zeit pro Woche aufbringen, aufgeschlossen sein für andere Kulturen und Kinder. Ehrenamtliche erhalten eine Aufwandsentschädigung für maximal 20 Stunden im Monat und betreuen eine Familie.

Familien kommen meist über Kooperationspartner de Diakonie in das Projekt oder über die Beratungsstellen. Bedingung für die Teilnahme: Eine Familie muss ein Kind unter 12 Jahren haben, im Hemshof oder in der nördlichen Innenstadt leben. Die Projektleitung prüft, welche Ehrenamtlichen zu welchen Familien passen. Dabei werden auch Sprachkenntnisse berücksichtigt. Das Diakonische Werk hofft, mehr Ehrenamtliche für das Projekt zu gewinnen, um sie an Familien zu vermitteln.

Für das Projekt kooperiert das Diakonische Werk mit der Stadt Ludwigshafen und der BASF, die das Vorhaben bis Ende 2025 umfassend gefördert. Die Schirmherrschaft übernimmt Osman Gürsoy, Ortsvorsteher der nördlichen Innenstadt in Ludwigshafen. yvw

Kontakt

Samira Fischer
Mehrgenerationenhaus im Haus der Diakonie Ludwigshafen, Falkenstraße 17-19
Telefon: 06 21 - 52 04 40, E-Mail mghlu(at)nospamdiakoniepfalz.de