Zum Hauptinhalt springen

Andrea Tavernier verabschiedet

Mit einem Gottesdienst wurde die langjährige Jugendreferentin (Bildmitte) offiziell verabschiedet - natürlich in der Jugendkirche. Foto: Stadtjugendpfarramt

Mit einem Gottesdienst wurde die langjährige Jugendreferentin (Bildmitte) offiziell verabschiedet - natürlich in der Jugendkirche. Foto: Stadtjugendpfarramt

Tiefgreifende Diskussionen beim "Jugendtag der Religionen". Foto: Prot. Dekanat LU/Wagner

Tiefgreifende Diskussionen beim "Jugendtag der Religionen". Foto: Prot. Dekanat LU/Wagner

Ihr Herz schlägt für Kinder und Jugendliche, ihnen widmete sie ihr ganzes Berufsleben. Nun ist Andrea Tavernier in den Ruhestand gewechselt.

Andrea Tavernier gestaltete die Kinder- und Jugendarbeit im Protestantischen Kirchenbezirk Ludwigshafen fast vier Jahrzehnte mit. Ihre Laufbahn begann 1984 als Gemeindediakonin für Kinder- und Jugendarbeit in der Kirchengemeinde Edigheim. 1991 wechselte sie als Jugendreferentin ins Stadtjugendpfarramt, dem sie bis zum Ruhestand treu blieb.

Sie begleitete Kinder und Jugendliche, half dabei, deren Kompetenzen und Persönlichkeiten zu entwickeln. Im Stadtjugendpfarramt stellte Andrea Tavernier viele verschiedene Angebote auf die Beine. Bei den "Tagen der Orientierung" stärkte sie spielerisch Klassengemeinschaften, sie machte Jugendliche fit für Bewerbungsgespräche, bot Seminare an und schulte Jugendleiter und Jugendleiterinnen, kümmerte sich um Freizeiten und Spielaktion in den Ferien oder unterstützte die Evangelische Jugend, Veranstaltungen zu organisieren.

Ihr Herzensprojekt war der "Jugendtag der Religionen", der mehrmals stattfand. Dabei setzten sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit Judentum, Christentum und Islam auseinander und dachten dabei über ihren eigenen Umgang mit Religion nach. Das Ziel: Gegenseitiges Verständnis schaffen und Vorurteile abbauen. Andrea Tavernier schwärmt auch von der Osternacht in der Jugendkirche mit Gottesdienst, Osterfeuer, Essen und Workshops. Und sie lobt die Evangelische Jugend: "Das sind besonders tolle Jugendliche, engagiert und offen. Die Zusammenarbeit habe ich sehr genossen."

Andrea Tavernier wünscht sich, "dass die Kirche die Jugend nicht vergisst". Denn Jugendliche lebten heute in einer schwierigen Zeit: Leistungsdruck in Schule und Studium, dazu die gesellschaftlichen Krisen. Die Kirche solle sich stärker für junge Menschen und deren Bedürfnisse stark machen, meint sie. "Und der Evangelische Jugend wünsche ich, dass sie wieder bessere Zeiten erlebt, dass Jugendliche merken, was es für einen Gewinn bringt, wenn man sich dort einbringt." Die Jugendkirche ist ihr zufolge ein wichtiger Ort. "Dort können die jungen Menschen selbst Dinge gestalten und entscheiden, denn diese Möglichkeit haben sie sonst kaum in unserer Gesellschaft."

Seit Juli genießt die 63-Jährige den Sommer und neue Freiheiten. yvw