Erinnerung und Mahnung
Mit einem Friedengebet am Mittwoch, 6. September, um 18 Uhr auf dem Lutherplatz gedenkt die Protestantische Kirche in Ludwigshafen dem verheerenden Bombenangriff vor 80 Jahren und blickt auf aktuelle Kriege.
Der Luftangriff der Alliierten in der Nacht vom 5. auf den 6. September 1943 gilt als größter von insgesamt 124 auf Ludwigshafen im Zweiten Weltkrieg. In dieser Nacht kamen 128 Menschen ums Leben, 378 wurden verletzt, mehr als 50.000 wurden obdachlos. In nur wenigen Stunden wurde ein Drittel der Stadt zerstört, darunter nahezu die ganze Innenstadt. Von der Lutherkirche überstand nur der Turm den Bombenhagel. Die Ruine blieb als Erinnerung an die Kriegszerstörung erhalten.
Auf dem Platz der ehemaligen Lutherkirche wollen der Protestantische Kirchenbezirk Ludwigshafen und die Jona-Kirchengemeinde aus der Innenstadt an diese schreckliche Nacht erinnern. "Hier sind Zerstörung und Leid bis heute sichtbar und greifbar", sagt Pfarrer Florian Grieb von der Jona-Kirchengemeinde. Er wird das Friedensgebet mit anderen Beteiligten feiern, darunter mit Dekan Paul Metzger. Für den musikalischen Rahmen zeichnet Bezirkskantor Tobias Martin verantwortlich. "Wir wollen ebenso an die Opfer des Ukraine-Kriegs und anderer Konflikte erinnern und zum Frieden mahnen", so Grieb weiter, denn das sinnlose Töten und Zerstören müsse ein Ende finden. red

